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Digitalisierung in Österreich

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Digitaler Hörfunk in ÖsterreichIm Dezember 2008 startete das Projekt "Digitaler Hörfunk in Österreich", an dem alle großen Vertreter aus Politik, Fachverbänden und Behörden Österreichs mitwirkten. Außerdem dabei war das Bundesamt für Kommunkation der Schweiz und Vertreter der Landesmedienanstalt Saarland. Im Rahmen dieses Projekts ging es um die Einführung von DAB+ und/oder DRM+ in Österreich. Dabei wurden folgende Fragen besprochen:

 

  • den Bedarf einer möglichen Einführung zu klären
  • eine gemeinsame Position für oder gegen die Digitalisierung des Hörfunks zu erarbeiten
  • und eventuell einen konkreten Zeitplan für eine Einführung zu erstellen

Das Ergebnis: ja aber....

Inzwischen ist das Projekt abgeschlossen und man kommt zu der Einsicht, dass Digitaler Hörfunk in Österreich stattfinden muss, allein schon wegen der Wettbewerbsfähigkeit des Radios. Als Technologie setzen die Vertreter ganz klar auf DAB bzw. DAB+. Angeblich liege die noch nicht gestartete Digitalisierung des Hörfunks in Österreich unter anderem daran, dass Deutschland so zögerlich mit dem Thema DAB umgeht und kein einheitlicher Wille zu erkennen ist, DAB oder DAB+ so zu etablieren, dass man von einem erfolgreichen Launch sprechen kann.

Unabhängig davon sieht man DAB als die ideale Verbreitungsart für bundesweite und bundeslandweite Sender. Da der Standard für lokale Anbieter allerdings mit Nachteilen verbunden sei, empfiehlt man für sie die Nutzung der DRM+ Systems, mit der Einschränkung, hierfür Frequenzen im Band III zu nutzen. Dies erfordert natürlich, dass die Hersteller von Radiogeräten, den Empfang dieser Technologie parallel möglich machen.

Der ORF ist ebenso klar für die Einführung von DAB, wobei ein Abschaltzeitpunkt von UKW nicht definiert werden soll. Schließlich wolle man seine Hörer nicht zum Umstieg auf DAB zwingen sondern durch vielfältige neue Programmangebote dank DAB für diese neue Technologie begeistern. Auch beim ORF ist man auf Grund der fehlenden Anzeichen, DAB in Deutschland großflächig einzuführen, skeptisch, weil man im deutschsprachigen Raum keinen Alleingang starten möchte.

Gerd Bauer von der Landesmedienanstalt Saarland sieht ebenfalls die Notwendigkeit einer Einführung von DAB: "Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass das Radio auch im digitalen Bereich einen eigenen Verbreitungsweg benötigt, um als Gattung in der multimedialen Welt bestehen zu können. Sieht man sich im europäischen Ausland um, ist zu sehen, dass Frankreich, Großbritannien, die Schweiz oder skandinavische Länder eindeutig auf DAB+/DMB setzen. Da werden weder Österreich noch Deutschland auf Dauer abseits stehen können“

Dass nun Österreich bei der Entscheidung für oder gegen DAB ausgerechnet nach Deutschland schielt, ist sicher kein tolle Strategie. Schließlich gibt es schon einige Länder in Europa, die DAB erfolgreich einsetzen. Sei es mal vernachlässigt, dass wir hier im deutschsprachigen Raum ein bisschen hinterher hinken, nur warum schaut Österreich nach Deutschland. Und schaut Deutschland nur nach Österreich? Das bislang investierte Geld und der Stand der Verbreitung steht jedenfalls in einem enormen Missverhältnis und man kann nur hoffen, dass bei den Entscheidern von Politik und Hörunk langsam mal der Knoten platzt.

 
Raus
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"Wylde Wylde Roqanroll"

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