Nachdem der VPRT, der Verband der privaten Rundfunkanbieter, DAB als zukünftigen Standard einstimmig abgelehnt hat, hatte auch die KEF, die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, die Investition von 30 Mio. EUR in den Digitalradiostandard DAB verweigert. Die ARD wollte damit die Weiterentwicklung von DAB zu DABplus vorantreiben. Nachdem der Geldhahn seitens der KEF zugedreht wurde, müssen die öffentlich-rechtlichen Anstalten Alternative stärker in den Fokus rücken. Die KEF kritisierte hauptsächlich die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung.
Schließlich ist DAB seit mehr als 10 Jahren in Betrieb. Es konnten sich aber bislang nur 600.000 Konsumenten für ein DAB-fähiges Empfangsgerät entscheiden. Dagegen ist in der Schweiz, wo DABplus bereits im Einsatz ist der Anteil der Haushalte, die DAB nutzen um ein Fünffaches höher als in Deutschland.
Nun ist guter Rat teuer. Die ARD prüft nun die Alternativen, die möglicherweise im Internet zu finden sind. Aber auch der digitale Fernsehverbreitungsweg DVB-T ist ins Blickfeld der Entscheider gerutscht.




